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Barrierefreier Alltag - Mitmachen ist ganz einfach!

Was heisst barrierefrei?

Barrierefrei bedeutet, dass Menschen mit Behinderung oder besser, trotz Behinderung ihr tägliches Leben eigenständig und uneingeschränkt gestalten können, um es mal grob zu sagen.

Barrierefreiheit ist laut Definition aber nur gegeben, wenn Dinge, Objekte, Leistungen ohne Umwege oder Einschränkungen nutzbar sind. Ein Gebäude zum Beispiel, das am Haupteingang eine Treppe hat und einen behindertengerechten Nebeneingang zur Verfügung stellt, gilt nicht als barrierefrei, sondern als behindertenfreundlich, weil Menschen mit Behinderung den Haupteingang nicht nutzen können.

Diese Webseite hier ist nicht barrierefrei, sondern höchstens behindertenfreundlich. Der Generator, mit dem ich dieses Projekt schreibe, gibt leider nichts Besseres her. Eine Umstellung ist mir zur Zeit aus finanziellen und zeitlichen Gründen nicht möglich. Ich habe einen gewissen Anspruch am Design einer Webseite. Konkrete Inhalte sollten trotzdem “nett verpackt” sein. Viele barrierefreien Webseiten lassen vom Design her doch etwas nach, wirken für den “Normal-User” nicht attraktiv genug. So schnell wie sie da waren, sind sie auch wieder weg, und man hat sie nicht erreicht. Daher mache ich diese Gradwanderung. Ich behaupte nicht, dass Barrierefreiheit und anspruchsvolles Design nicht zusammen gehen, nur kann ich das zur Zeit nicht besser - für Hilfe und Ratschläge bin ich offen.

Wie geht barrierefrei?

Barrierefreiheit ist ein großes Wort, facettenreich in der Ausführung. Behindertenfreundliche Maßnahmen erleichtern den Alltag und sind immer ein Schritt in Richtung barrierefrei.

Barrierefreiheit beginnt im Kopf und ist mit unter leicht zu realisieren.

Zwei konkrete Beispiele:

Der Netto-Lebensmitteldiscounter in Löwenberg (Oberhavel) hat einen Behindertenparkplatz eingerichtet. So weit, so gut. Ich habe beobachtet, dass etliche Löwenberger Radfahrer ihr Rad nicht links am Eingang (wie vorgesehen), sondern rechts am Eingang und somit am bzw. auf den Behindertenparkplatz abstellen. Dies werte ich nicht als Böswilligkeit, eher als gedankenlose Nachlässigkeit, die aus Bequemlichkeit gemacht wird.

Und hier erfolgt mein Ansatz. Dieses gedankenlose Handeln, baut neue Barrieren auf und ist so einfach zu vermeiden. Ein behindertengerechter Parkplatz ist nicht ohne Grund breiter angelegt. Rollstuhlfahrer benötigen nach allen Seiten mehr Platz zum Umsteigen. Wird dieser Freiraum eingeengt, ist dieser Parkplatz nicht mehr nutzbar.

Gleicher Ort, zweites Beispiel. Netto hat diesen Parkplatz eingerichtet. Unmittelbar aber auch den Hunde-Anleinplatz - leider zu dicht am Behindertenparkplatz. Mein Rollstuhl liegt im Kofferraum. Da ist zum Ausladen die Nähe eines angeleinten Hundes nicht gerade optimal.

Ich halte es übrigens inzwischen mit der Nutzung eines Behindertenparkplatzes so, dass ich diesen nur benutze, wenn ich auch aussteige.

Um dieses Beispiel (Netto) weiter zu spinnen. Dieser Discounter ist nicht barrierefrei, nur weil ein Behindertenparkplatz eingerichtet und ein ebenerdiger Haupteingang eingerichtet wurde. In´s Geschäft kommt man mit Rollstuhl nur durch die Kasse und die Regale sind für Rollstuhlfahrer natürlich viel zu hoch. Beim Einkauf ist man daher auf Begleitung oder das Verkaufspersonal angewiesen. Bezüglich der Regalhöhe ist Netto aber leider keine unrühmliche Ausnahme, hier bedarf es wohl in fast jedem Geschäft einer Nachbesserung! Diese Netto-Filiale stufe ich als behindertenfreundlich, aber nicht als barrierefrei ein.

Augen auf und aufgepasst!

An dieser Stelle möchte ich es nicht versäumen, mich mal offiziell bei den Geschäftsleuten in Löwenberg zu bedanken. Natürlich wollen Geschäftsleute verkaufen und haben daher auch kein Problem damit, vor die Tür zu gehen. Ich sehe dies aber nicht als selbstverständlich, daher meinen Dank an Alle, besonders an Adina, Beate, Ute und Peter, die Damen von der MBS und der “Star-Tanke” ... Ihr seid regelmäßig für mich da und ermöglicht mir damit ein selbsständigeres und selbstbestimmteres Leben.

Die zuvor beschriebenen Radfahrer waren nur ein Beispiel. Es gibt viele Situationen im Alltag wo Ähnliches gilt. Mein Appell an Alle, Macht die Augen auf, erkennt Situationen, nehmt Eure Chance war  und handelt entsprechend.

Ich danke Euch für Eure Aufmerksamkeit!

Frank

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