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Mobil werden - mobil sein - mobil auf vier Räder.Mobilität ist für jeden Menschen wichtig. Schafft Mobilität doch ein weites Spektrum an Lebensqualität. Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit müssen oft diesbezüglich Abstriche machen. Um so wichtiger ist es, vorhandene Möglichkeiten optimal zu nutzen. Der Rollstuhl, Weg in die Freiheit!Für viele Menschen ohne Behinderung ist der “Rollstuhl” ein Horrorszenarium. Denken vielleicht, was schreibt der jetzt? Rollstuhl kann aber auch Mobilität bedeuten. Meine Beweglichkeit ist soweit eingeschränkt, dass ich für die meisten Strecken Begleitung und Unterstützung benötige. Verlasse ich das Haus, ist es mit dem “Alleine” vorbei. Zum Behindertensport holt mich der Fahrdienst des DRK. Hätte ich keinen Rollstuhl, würde man mich zur Sporthalle bringen und auf einen Stuhl setzen. Ich wäre “festgenagelt” und meine Mobilität betrüge einen Meter im Umkreis. Im Rollstuhl kann ich mich wenigstens in der Halle von A nach B bewegen. Kann mit Kurt, Anne oder Dorit sabbeln, ohne zu sagen, bring mich mal bitte hier oder dort hin, kann mir selbst am Getränkeautomaten was ziehen und mich dabei selbst bekleckern. So gesehen bedeutet der Rollstuhl Mobilität und Freiheit! Rollstuhl ist nicht gleich Rollstuhl. Viele sitzen im falschen Rollstuhl. Ein nicht auf die Bedürfnisse abgestimmter Rollstuhl, ist ein falscher Rollstuhl. Um vor dem Fernseher zu sitzen, reicht ein Lehnstuhl mit Räder dran; um es mal krass auszudrücken. Willst Du aber auch mal zum Radio, müssen Greifreifen dran sein, sonst kommst Du da aus eigener Kraft nicht hin. (Ja, Ja - es gibt Fernbedienungen, weiss ich auch. Es ist doch klar, was ich meine?!) Im Jahr 2004 habe ich reichlich Zeit damit verbracht, einen neuen Rollstuhl zu bekommen. Die Kassen sind klamm und Kosten - Nutzen spielt auch hier eine Rolle. Mein Reha-Ausstatter hat mich gut beraten. Im Vorfeld konnten so wichtige Sachen ausprobiert und geklärt werden, sodass ich später bei der Kasse gute Argumente hatte und verständlich machen konnte, warum der “Neue” jetzt so ausgestattet sein musste. Warum schreibe ich das? Nun, viele nehmen Dinge als gegeben hin. Ein Rollstuhl ist eine sehr persönliche Sache, passt was nicht, fühlt man sich nicht wohl - eine Brille, die drückt, setzt man auch nicht auf. Ein Reha-Ausstatter hat zwar Erfahrungswerte, kann aber in der kurzen Zeit, die er Dich kennenlernt, kaum eine komplette und vollkommene Einschätzung machen. Hier ist Deine aktive Mitarbeit gefragt. Hab den Mut nochmals zu hinterfragen, ob es andere Optionen gibt; denn Du sitzt in dem Teil für die nächsten Jahre! Wie gesagt, die Kassen sind klamm, der Staat auch. Ein Rollstuhl reicht manchmal nicht aus. In Räumen ist der Handrollstuhl für mich zur Zeit die optimale Lösung. Im Freien stosse ich aber sehr schnell an meine Grenzen. Es sollte ein Elektrorollstuhl her. Aus verschiedenen Gründen lasse ich mir diese Option noch offen - es geht mit Begleitung auch noch so. Solltest Du aber schon vor dieser Situation stehen, dann trau Dich! Ein Nichtbehinderter geht auch nicht mit Sandalen oder Stöckelschuhe in den Schnee. Vier Räder machen Dich mobil.Ja genau, nicht nur dieser Schokoriegel (Konnte ich mir jetzt nicht verkneifen.). Ich spreche jetzt vom Autofahren. Wenn es Deine gesundheitliche Situation zulässt und Du noch keinen Führerschein hast, dann solltest Du jetzt ernsthaft darüber nachdenken. Finanzielle Unterstützung von verschiedenen Trägern (z. B. Krankenkassen) gibt es oftmals als Reha-Maßnahme. Das ist eine gute Sache! Es sei aber auch nicht verschwiegen, dass “Bestandsbehinderte” wie ich, nicht so richtig gute Chancen haben, denn eine Reha-Maßnahme ist auch immer eine Kosten-Nutzen-Rechnung. Rehabilitation bedeutet auch immer Rückführung. Rückführung in`s Normale, in`s Berufsleben mit Hinblick auf Reduzierung oder gar Wegfall der Rente. Wo die Aussichten auf Rehabilitation im benannten Sinne eher gering sind, sitzt der Geldbeutel auch nicht so locker. Ich fahre jetzt mein zweites Auto, ohne je eine finanzielle Unterstützung erhalten zu haben.
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