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Spaß auch mit HandikapDie Behindertensportgruppe trifft sich regelmäßig in GranseeJeden Montagabend trifft sich eine bunt gemischte Gruppe zum Sport in Gransee. Der eine fährt mit dem Rolli durch die Tür der Dreifelderhalle, die anderen schlendern langsam herein. Man kennt sich und freut sich auf die Bewegung in der Behindertensportgruppe. Eine Reihe von Sportlern mit Handikap gründete 1987 in Zehdenick die sportliche Gemeinschaft. Trotz der Wirren der Wendezeit blieben die Sportler zusammen und zogen später mit Ihrer Gruppe nach Gransee um. Mittlerweile treffen sich 30 behinderte Sportler jeden Montag hier. Drei Sport- und Übungsleiterinnen kümmern sich hier um die Frauen und Männer mit Ihren unterschiedlichen Behinderungen. Zur Gruppe gehören Männer, die einen Schlaganfall überstanden haben, Querschnittsgelähmte oder an Multipleskerose Erkrankte. Abhängig von den individuellen Fähigkeiten werden Gruppen gebildet. Bei der Mattengruppe stehen Entspannungs- und Koordinierungsübungen auf dem Programm, die Rolligruppe spielt Ball und trainiert die Ausdauer. Die Läufer schulen Koordinierung und Ausdauer bei verschiedenen Spielen. Im Mittelpunkt stehen nicht Höchstleistungen, sondern der Spaß an der Bewegung und das Klönen danach. Die Übungsleiter integrieren in die Stunden gern Sportgeräte aus einem großen Fundus. Neben Bällen in verschiedenen Größen gibt es Frisbeescheiben, Ringe, Netze und spezielle Spielgeräte. Mit diesen kombinieren die Drei immer wieder neue Übungen oder Bewegungsabläufe. Seit zwölf Jahren ist Sportleiterin Renate Bischof mit dabei und betreut nicht nur die Gruppe in Gransee. Vor einem Jahr kamen noch Elvira Spitzer und Günter Hackbart dazu. Alle drei absolvierten für diese Aufgabe eine spezielle Sportausbildung. "Viele der Männer und Frauen kommen auf Empfehlung der Ärzte zu uns", erzählt Sportler Kurt Bischof. Die einen bleiben eine Zeit lang, andere schnuppern nur mal rein. Einige Sportler kommen schon jahrelang zum Turnen. Dank des DRK-Fahrdienstes gelangen auch die nicht so mobilen Schützlinge nach Gransee. Schon jetzt werden Übungen in das wöchentliche Programm eingebaut, die zum jährlichen Sportfest zu absolvieren sind. Bereits zum 15. Mal findet es wieder in Gransee statt. Am 15. September werden sich dann fast 150 Sportler mit Handikap in zehn verschiedenen Disziplinen messen. Auch Nichtbehinderte können daran teilnehmen, wie Kurt Bischof, der langjährige Mitorganisator, berichtet. Neben Kugelstoßen, Lauf oder Speerwurf wird an anderen Stationen die Geschicklichkeit und Koordination getestet. Dabei sitzen alle Sportler im Stuhl. Ein spezielles Punktesystem berücksichtigt den Grad der Behinderung. Eine Menge Organisationsaufwand, der allein gar nicht zu bewältigen wäre, so Bischof. Und deshalb möchte er sich auch bei den vielen freiwilligen Helfern bedanken, ohne die es ein solches Sportfest nicht geben würde. Sport, Spaß und Geselligkeit, das ist es, was die Männer und Frauen immer wieder am Montag zusammen kommen lässt. Zusätzlich zur Gymnastik fährt die Gruppe auch regelmäßig nach Templin zum Schwimmen oder zum Kegeln nach Neuglobsow. Und wie es sich gehört, feiern sie auch zusammen Karneval. (Märkische Allgemeine im Febr. 2007)
Ein kleiner Fehler in der Berichterstattung. 2007 ist das 13. Sportfest in Vorbereitung.
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